Zum Werk „Die Gier“

Zum Werk „Die Gier“

Die Gier, eine alte Sünde der Menschheit. Die drei Gestalten im Bild sind keine Freunde, höchstens Freunde des Geldes, außer dem Engel in der Mitte. Dem Mammon sind sie verfallen. Machtsucht sind die Folgen, das Verbrechen kommt danach! In den letzten Jahren ist meine Kunst in einer sehr zerrissenen Welt entstanden. Als ich zu der Einsicht gekommen war, wollte ich meine Weltwahrnehmung auf meine Bilder übertragen.

So habe ich mit dem Zyklus „Kunst in einer Zerrissenen Welt“ angefangen. Das Thema lässt mich nicht los! Wie ein Titan oder besser zu sagen wie der Sisyphus schiebe ich meinen Glauben an und meine Hoffnung auf die Menschheit, immer wieder und wieder zum Licht. Aber ohne Liebe wäre das alles nicht möglich! Und das ist die Botschaft an alle Wesen! Wir müssen uns mehr lieben, weil das Leben das Wertvollste ist, was uns geschenkt wurde!

Zum Werk „Die Nacht“

Zum Werk „Die Nacht“

Nach der dunklen „Bush -Ära“, in der alle Menschen in der Welt noch den Geruch des giftigen Rauches des 11. September riechen konnten. Wo alles, an das man glaubte, zu verloren schien, ist ein Mensch auf der politischen Bühne der Vereinigten Staaten von Amerika erschienen. Das war Barak Obama, der zukünftige Präsident der USA.

Das Bild „Die Nacht“ ist in einer expressionistischen Manie entstanden und gehört dem Antikriegs-Zyklus „Krieg und Frieden“ an. Die Zerstörung und das Leid, ein unzähliges Mosaik der Gestalten und Ereignisse. Der Krieg als Ungeheuer, als Synonym des Bösen, der Teufel persönlich, das ist die Stimmung und Botschaft des Gemäldes, die auf die Betrachter zukommt. Den Krieg als Verbrechen darzustellen, das war mein Anliegen. Die fantastischen Wesen und Figuren bieten dem Betrachter eine Welt, die fast surrealistisch erscheint, aber die Traurigkeit des Ganzen ist nicht zu übersehen.

Da gibt es viele historische Gestalten, die hier oder da plötzlich auftauchen, aber im Zentrum dominieren Barak Obama und Albert Einstein. Das ist auch die zweite Botschaft „Die Nacht“. Die Politik und Wissenschaft sollen endlich für den Frieden auf der Erde zusammen arbeiten. Barak Obama, damals ein noch unbekannter Senator, symbolisierte für mich die Größe der Menschheit als Ganzes. Er war der große Hoffnungsträger, an den viele geglaubt haben. Fünf Monate nach Beendigung des Gemäldes wurde Barak Obama der 43. Präsident der Vereinigten Staaten. Die Geschichte nahm ihren Lauf und in „Die Nacht“ war nur eine schreiende Gestalt des „alten“ Senators zu sehen.

Zum Werk „Frühling der Schmetterlinge“

Zum Werk „Frühling der Schmetterlinge“

Entstanden 1998, als eine Warnung vor der Globalisierung. Was danach geschah in der Welt und Europa hat nur und leider muss ich sagen, meine visionären Befürchtungen bestätigt. Die Pandora-Dose war mit dem 11. September geöffnet! Die lange und gezielt geplanten Vernichtungskriege waren in Gang gesetzt. Die Gerechtigkeit und die Wahrheit spielten keine Rolle mehr! In Europa die Einführung des Euro mit dem neuen Hauptsitz in Brüssel hat die letzten Bastionen der Freiheit und Gerechtigkeit nieder gemacht! Sehr interessant und merkwürdig kann es einem Beobachter vorkommen, dass die Ereignisse von beiden Seiten des Atlantik in der gleichen Zeit statt fanden. Aber das ist auch eine andere Geschichte, und ich möchte mich jetzt nicht auf unnötige Diskussionen einlassen!

Es geht um die Zeichnung und seine Beschreibung. Als ich den „Frühling der Schmetterlinge“ gemalt habe war das alles noch nicht geschehen. Aber ich habe das geahnt, gerochen, Alpträume und Visionen gehabt. Wahrgenommen was geschah und auf meine Weise umgesetzt habe ich das auf einem großen Kartonpapierblatt. Tausende von Linien symbolisieren den Informationsfluss. Die Medienwelt, die den Menschen zum Konsumenten des Absurden macht. Eine moderne Sklaverei. Die Menschen, die nicht mehr zusammen halten. Jeder für sich! Dadurch verlieren die Menschen die Kraft des Widerstandes. Im Bild symbolisiert der Vogelmensch die Gesellschaft. Die Kriege, die entstehen werden, sieht man in den Köpfen, die in der Mitte des Bildes zu sehen sind. Die Wirtschaft braucht neue Export- und Importmärkte, das Militär neue „Übungsareale“ , die Rüstungsindustrie neue Aufträge. Die Medien verkaufen den Rest.

Aber, wie in jedem Bild von mir, sieht man auch hier eine Botschaft. Eine Harfe, im keltischen Glauben ein Symbol der Hoffnung. Weiter sieht man die Menschen, die sich aus den Katakomben voller Informationsnetze befreien wollen. Wie die Schmetterlinge versuchen sie, nach oben zu fliegen. Da kommt von überall der Ruf nach Freiheit. Das ist kein Zufall, dass der Ruf von unten kommt. Im Bild symbolisieren den Aufstand die galoppierenden Pferde und Gestalten mit Trompeten. In vollem Impetus und den Freiheitswind im Rücken befreien sich die Aufständischen von den Spinnennetzen der globalisierten Welt. Aber die Zeit ist knapp. Das ist das Zeitrad, das sich noch dreht und der Phoenix, der aus der Asche zum Leben erwacht. Symbol der Wiederauferstehung.

In einer ungewöhnlichen Technik (Tuschezeichnung), fast ein Dokument. Was kann ich selbst über die Zeichnung sagen? Unglaubliche, sehr intensive Arbeit von 5 Monaten. Danach große Erschöpfung und ein wunderbares Gefühl, das Werk vollendet zu haben.

Kunstgespräch

Für mich als Künstler sind die Fragen Wieso? und Warum? berechtigt. Aber um die Fragen zu beantworten, muss ich die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft berücksichtigen. Seit Generationen stellen wir uns diese Fragen: Woher kommen wir? Wo sind wir? Wohin gehen wir? In meinem Leben spielt und spielte die Bedeutung dieser drei Fragen eine sehr große Rolle. Die Kraft der Überzeugung, was ich tue, und der Glaube gehören unzertrennlich zusammen. Der Künstler als Botschafter des Friedens, als ein Darsteller, der im Bezug zur Vergangenheit mit Visionen für Morgen den heutigen Tag gestaltet.

Der wahrnimmt, was wahrgenommen werden muss. Der den Mut hat, zu sehen, was viele andere nicht sehen wollen.

(Arnold Schönberg)

Die Berufung des Geistes ist niemand imstande zu löschen. Das ist die wichtigste Gabe, die der liebe Gott den menschlichen Wesen gegeben hat. Also Kunst, volle Freiheit, ohne Wenn und Aber. Nur unter diesen Aspekten, unter diesem Motto, erscheint ein wahres Gesicht der Geschichte.

— Miro Niklewicz